Vogelschutzgruppe Lautertal-Reichenbach e. V.
Vogelschutzgruppe Lautertal-Reichenbach e. V.

Geschichte

 

Vereinsgeschichte der Vogelschutzgruppe Reichenbach

 

Im Jahre 1973 hat der Beauftragte für den Vogelschutz innerhalb der Gemeinde Lautertal, Dieter Oster, die Idee, in seinem Heimatort Reichenbach eine eigenständige Vogelschutzgruppe ins Leben zu rufen. Diese Idee findet schnell Anklang bei weiteren Vogelfreunden aus seinem Bekannten- und Freundeskreis, und so wird für den 18. mai 1973 zu einer Gründungsversammlung in das Gasthaus „Zur Traube – Karl Lampert“ eingeladen.

 

Insgesamt 19 interessierte Reichenbacher Bürger sind entschlossen, an diesem Abend eine Vogelschutzgruppe zu gründen. Außer Bürgermeister Josef Weitzel, sind noch Vertreter vom Bund für Vogelschutz sowie Mitglieder anderer hessischer Vogelschutzgruppen als Gäste eingeladen und gekommen. Der Wille der Anwesenden wird in die Tat umgesetzt und so entsteht an diesem Abend die „Ortsgruppe Reichenbach im Deutschen Bund für Vogelschutz“. Alle erschienen Personen, außer den Gästen, werden sofort Mitglieder im neuen Verein. Aus ihren Reihen wird auch der erste Vorstand gewählt, dessen Vorsitz einstimmig an Dieter Oster über-

Tragen wird. Ziel des neu gegründeten Vereins ist der umfassende Schutz der allgemeinen und insbesondere der heimischen Vogelwelt sowie die Pflege der interessanten und vielfältigen Vogelkunde.

 

Ohne Umschweife wird von den vorerst noch wenigen aber rührigen Mitgliedern sofort mit den vielfältigen und gemäß den gesteckten Zielen anfallenden Arbeiten begonnen. Als erste nach außen hin sichtbare Aktion, wird im Oktober ein in Eigenhilfe erbautes Futterhäuschen beim Ev. Kindergarten in Reichenbach aufgestellt und eingeweiht. Bedingt durch diesen Teil der Selbstdarstellung wird die Bevölkerung erstmals auf diesen jungen Verein aufmerksam.

 

In den Jahren 1974 und 1975 wird im alten Steinbruch der Gemeinde Reichenbach, im Felsberg (Hainzenwald), das ausgediente Steinbruch- und Pulverhäuschen renoviert und so hergerichtet, dass es bei einschlägigen Aktionen im Wald als Unterkunft, für die Lagerung der Nistkästen und als Werkstatt bei der Erstellung von Futterrahmen und vieles mehr genutzt werden kann. Von dem anfänglich wenig verfügbaren Kapital aus Mitgliedsbeiträgen sowie Spenden von Freunden und Gönnern werden für die heimische Vogelwelt artgerechte Nichtkästen selbst angefertigt bzw. angekauft. Das Aufhängen derselben erfolgt an vorher ausgekundschafteten oder bereits bekannten neuralgischen Platzen. Unter fachkundiger Führung aus den eigenen Reihen werden die ersten Vogelstimmen-Wanderungen durchgeführt, die aufgrund des großen Interesses sowohl bei den zahlreicher werdenden Mitgliedern als auch bei einer größer werdenden Zahl von Vogel-freunden in der Bevölkerung schon bald eine stete Einrichtung sind und ihren festen Platz im jährlichen Terminkalender einnehmen.

 

Ein Vereinsleben kann nur funktionieren, wenn getreu den Idealen einer solchen Gemeinschaft, die Aktionen von den Mitgliedern getragen und einer möglichst breiten Öffentlichkeit dargeboten werden. So wird zur Pflege der Geselligkeit und Aufrechterhaltung der Gemeinsamkeit im Jahre 1976 ein Ausflug organisiert, der die Mitreisenden für eine Woche in die Lüneburger Heide führt. Für die Vogelschützer obligatorisch ist der Besuch im Vogelpark Walsrode und die Woche voller gemeinsamer Unternehmungen und Exkursionen wird zu einem

tollen Erlebnis. Der Erfolg findet solchen Anklang bei den Mitreisenden, dass die jährliche Durchführung eines Ausfluges für die Folgezeit ein fester Punkt im Jahreskalender der Vogelschutzgruppe Reichenbach wird.

 

In den Jahren 1976 bis 1978 wird in Gemeinschaftsarbeit von den Mitgliedern im Felsbergwald ein Vogellehrpfad errichtet und nach seiner Fertigstellung im Jahre 1979 unter Anteilnahme vieler Mitglieder, Schulklassen und großen Teilen der Bevölkerung eingeweiht. Nach Beendigung des Vorhabens „Vogellehrpfad“ startet noch im selben Jahr die nächste Aktion, die Erstellung eines Amphibienteiches im Hainzenwald. Der erste Spatenstich hierfür wird am 13. September 1979 getätigt. Bei diesen mühevollen Arbeiten wird von den fleißigen Helfern der Wunsch geäußert, doch einmal einen gemeinsamen Grillnachmittag oder nach Ablauf eines erfolgreichen Vereinsjahres einen Familienabend durchzuführen. Diese Ideen nehmen schnell Gestalt an, und so wird im August 1980 der erste Grillnachmittag organisiert und im November des gleichen Jahres zu ersten Familienabend in das Vereinslokal „Zur Traube“ eingeladen.

 

Die nächsten größeren Aktionen der rührigen Vogelschutzgruppe lassen nicht lange auf sich warten. Im Jahre 1983 steht der Bau einer Greifvogelstation auf dem Anwesen von Dr. Dieter Zastrow am Kernberg an. Diese seltene Einrichtung findet weit über die Grenzen von Reichenbach hinaus, und nicht nur bei der Fachwelt, Anerkennung und Bewunderung. Sie wird auch seither in vielen Fällen für die Hege und Pflege von in Not geratenen Vögeln in Anspruch genommen. Die Leitung dieser Greifvogelstation liegt in den bewährten Händen von Dr. Zastrow und seiner Frau, deren Können und Wissen sehr oft gefragt sind, und deren selbstloser Einsatz großen ‚Dank verdient .Große Aufmerksamkeit wird auch der Vogelschutzgruppe und ihren Mitgliedern für die erste große Ausstellung im Saale „Zur Traube“ zu teil, die besonders von den Reichenbacher Schulklassen besucht und als Anschauungsunterricht betrachtet wird. Aber auch aus den Reichen der Bevölkerung ist reger Besuch zu verzeichnen.

 

Die Aktivitäten des Vereins und der damit verbundene Einsatz für den Schutz der Natur und besonders der heimischen Vogelwelt hat zur logischen Folge, dass die Mitgliederzahl stetig ansteigt und viele Freunde und Gönner die Vogelschutzgruppe honorieren sowie mit Rat und Tat unterstützen. In der Mitgliederversammlung des Jahres 1985 wird deshalb beschlossen, die Gemeinnützigkeit zu beantragen und den Verein künftig aus eingetragenen Verein (e.V.) zu führen.

 

In den Folgejahren beschränkt sich der Verein nicht nur auf den Erhalt des seither Geschaffenen, es werden zusätzliche Projekte geplant und durchgeführt. So wird 1986 im Höllacker ein weiterer Amphibienteich errichtet und unterliegt seither einer ständigen Pflege. Im Jahre 1990 wird von der Deutschen Steinindustrie AG die am Rande des Felsbergwaldes stehende frühere Trafostation käuflich erworben und nach der Renovierung als Brut- und Nistplatz für Eulen hergerichtet. In Verbindung mit dem Jugendpfleger der Gemeinde werden 1991 die Reichenbacher Ferienspiele mitorganisiert und 1992 wird die Aktion „Sauberer Wald vom Selterswasserhäuschen bis zum Felsberg“ von den Mitgliedern tatkräftig unterstützt. Eine 1994 vom Naturschutzbund initiierte „Rasterkartierung“ wird vom Verein unterstützt, denn die daraus gewonnenen Erkenntnisse erweitern den Wissensstand und die Informationsfähigkeit der kompetenten Mitglieder der Vogelschutzgruppe Reichenbach.

 

Da die Zeit am seit fast 16 Jahren bestehenden Vogellehrpfad nicht spurlos vorübergegangen ist, wird dieser im Jahre 1995 völlig renoviert und in seinem verbesserten und erweiterten Zustand erneut der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Ein von der Firma Ciba-Geigy käuflich erworbenes Gelände im „Brandauer Klinger“ wird im Jahre 1996 in vielen Stunden mühevollen Einsatzes, wobei besonders die unermüdliche Tatkraft der Mitglieder im Rentenalter zu würdigen ist, in eine Streuobstwiese verwandelt und wird seither als ein weiteres Schmuckstück des Vereins angesehen. Auf dem Gelände ist außerdem ein weiterer Amphibienteich angelegt und der Bachlauf mit standortgerechten Sträuchern bepflanzt worden. Die jährliche Schafbeweidung sorgt dafür, dass das Areal nicht wieder verwildert.

 

In all den Jahren seit der Vereinsgründung beschränkt sich die Vogelschutzgruppe Reichenbach nicht nur auf eine rege und unermüdliche Vereinsarbeit im Sinne des Natur- und Vogelschutzes sowie der Vogelkunde, die Gruppe nimmt mit ihren vielen einsatzwilligen Mitgliedern auch regen Anteil am kulturellen Leben unserer Heimatgemeinde und bekundet darüber hinaus ihr Interesse am Gemeinwohl und der Erhaltung unserer Kultur und Tradition. Bei den verschiedensten Festen aller Lautertaler Vereine und Verbände ist stets eine starke Abordnung von „Vogelschützern“ vertreten. Alle Festzüge und natürlich auch der Kerwezug, werden durch einen artgerechten Motivwagen oder die Teilnahme einer Gruppe unterstützt.

 

Nicht mehr wegzudenken aus dem kulturellen Jahreskalender der Gemeinde Lautertal ist im August des Grillfest im Talweg im Felsberg, bei dem nicht nur die breite Bevölkerung Lautertal, sondern auch in den letzten Jahren die Evangelische Kirchengemeinde Reichenbach mit einem „Waldgottesdienst“ regen Anteil nimmt. Was wäre der Verein ohne seinen einwöchigen Jahresausflug im mai, der die Teilnehmer zu den vogelkundlich interessantesten Plätzen in Deutschland und Europa führt und sich großer Beliebtheit erfreut, ebenso wie der jährliche Familienabend im Vereinslokal, zu dem neben Unterhaltung und Tanz ein Diarückblick über den Ausflug und auch über das Vereinsgeschehen Mitglieder, Freunde und Gönner anlockt. In jeden Jahr werden mehrere Vogelstimmenwanderungen, nicht nur in unserer Heimatgemeinde, sondern auch in vogelkundlich interessanten Gebieten der näheren und weiteren Umgebung durchgeführt, wobei durch die sach- und fachkundige Führung den interessierten Teilnehmern die Geheimnisse und der Artenreichtum der heimischen Vogelwelt näher gebracht werden.

 

Mit der Vogelschutzgruppe Reichenbach unweigerlich verknüpft ist der Name und die Person Dieter Oster. Denn seit der Gründung des Vereins vor 25 Jahren ist er nun Vorsitzender dieser großen Schar von Mitgliedern aus den unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten. In den Jahren seines Wirkens kann er seine Liebe zur Natur, das Interesse und den Willen zur Hege und Pflege der heimischen Vogelwelt auf alle Vereinsmitglieder übertragen. Dank und Anerkennung für dieses „Sein Lebenswerk“ werden ihm zuteil durch die Verleihung des Landesehrenbriefes und würdigen in diesem Sinne sein Schaffen und Wirken.

 

Seit einigen Jahren ist ein dem veränderten und verjüngten Vorstand nun „Teamarbeit“ angesagt. Die einzelnen Vorstandsmitglieder agieren bei der Erledigung der vielschichtigen Arbeiten, Projekte, Fachfragen und ähnliches als Koordinatoren und werden dabei von tatkräftigen Vereinsmitgliedern unterstützt. Die Fäden laufen im Vorstand zusammen, wo gemeinsam beraten und entschieden wird. Diese Aufgabenverteilung  hat sich bestens bewährt. Die Weichen für ein weiterhin erfolgreiches Wirken des Vereins, der inzwischen über 200 Mitglieder zählt, sind also in Richtung „Zukunft“ gestellt.

 

Text/Philipp Degenhardt / Udo Gehbauer

 

Von einer Betriebsstörung zur Streuobstwiese

 

Die persönliche Betrachtung eines Naturschutzprojektes

 

Wie hängt die Betriebsstörung eines ehemaligen Lautertaler Unternehmens mit einer Streuobstwiese zusammen? Zur Beantwortung dieser Frage, muss ich etwas ausholen. Deshalb beginnt diese Betrachtung, wie viele andere Geschichten oder Erzählungen, auch natürliche mit „Es war einmal……“ So viel vorweg!

 

Es war einmal ein Familienmitglied, das erzählte mir, dass seinerzeit bei der „Blaufabrik“ chemisches Zeug in die Luft entwichen ist, das die Bäume in der Umgebung geschädigt hat. Die Firma war um Wiedergutmachung bemüht und hat deshalb auf Ihrem Besitz im „Brandauer Klinger“ in Reichenbach viele neue Pappeln angepflanzt, weil die besonders schnell wachsen. Standortgerechte Bepflanzung war damals noch kein Thema. Und so kam es, wie es kommen musste. Die Bäume wuchsen zum Himmel und nahmen allem, was um sie herum war, das Licht. Das bekam der übrigen Vegetation gar nicht. Bis vor ein paar Jahren kannte ich nur diese Erzählung. Das Grundstück hatte ich nie bewusst gesehen. Das sollte sich bals ändern.

 

In der Zwischenzeit hatte ich mich der Vogelschutzgruppe Reichenbach angeschlossen. Zum ersten mal hörte ich in einer Vorstandssitzung wieder von dem, was seinerzeit passiert war und wie verwildert das Gelände heute sei. Die Vogelschützer wollten Abhilfe schaffen. Das Gebiet sollte gekauft und renaturiert werden. Nun war es an der Zeit, das Ganze einmal näher zu betrachten.

 

Ehrlich gesagt, der erste Anblick hat mich fast umgehauen. Ich sah jede Menge riesige, ja fast bedrohlich wirkende Pappeln. Das Areal war mit kargem, dünnem Gras und dichten Hecken bedeckt. Die alten Obstbäume waren abgestorben und morsch. Das Wasser eines ehemaligen Fischteiches spiegelte diese gespenstische Atmosphäre wieder. Das sollen wir kaufen und zu einer Streuobstwiese verwandeln, fragte ich mich. Na gut, der Kaufpreis ist akzeptabel. Aber wer soll die ganze Arbeit machen oder finanzieren? Die Fachleute im Vorstand haben mir erklärt, wie es zu schaffen ist. Da gibt es viel zu tun, dachte ich, aber es ist wichtig, und deshalb lohnt es sich. Einstimmig wurde der Kauf und die Realisierung des Projektes beschlossen. Dann fiel der Startschuss!

 

Nachdem der Kaufvertrag unterschrieben war, musste zunächst einmal der genaue Verlauf der Grenze geklärt werden. Normalerweise ist das kein Problem, aber nur ein einziger Grenzstein lugte noch aus der Erde. Deshalb kam ein elektronisches Vermessungsgerät zum Einsatz, um die anderen Steine zu suchen. Doch so sehr wir auch buddelten, es war nichts zu finden. Wer konnte auch ahnen, dass jemand den vorhandenen Grenzstein etwas versetzt hatte, weil er im Weg war. Erst nach mehreren vergeblichen Grabungen kam eine weitere Markierung zum Vorschein. Einen ganzen Samstag hat es schließlich gedauert, bis das rund 3,300 Quadratmeter große Terrain abgesteckt war.

 

Jetzt ging es darum, die Bahn frei zu machen. Die Hecken mussten weichen. Die Anschaffung einer Motorsense machte sich hier bezahlt. Heute erkennt man die Fehler von damals und besinnt sich wieder auf einheimische, standortgerechte Bäume. Die Naturschutzbehörde gab deshalb grünes Licht zum Fällen der Pappeln. Nach und nach fielen die Kolosse der Motorsäge zum Opfer. Gezählt hat sie niemand genau. Es waren aber weit über 30 Stück. Wegen des feuchten Untergrundes konnte kein schweres Gerät eingesetzt werden. Lediglich die großen Stämme wurden mit einer Seilwinde geborgen und auf einem benachbarten Grundstück bis zum Abtransport zwischengelagert.

 

Aber was tun mit den ganzen Ästen und kleineren Stämmen? Hier ist der Verein seinem rüstigen Rentnerteam für deren unermüdlichen Einsatz besonders dankbar. Tag für Tag und Stück für Stück wurden die Teile mit Muskelkraft den Berg hoch zu nächstgelegenen Feldweg geschafft. Von dort erfolgte der weitere Transport mit Traktoren. Nur einmal brachte ein kleines Raupenfahrzeug etwas Entlastung. Was bis dahin schon geleistet worden war, ist mir, zusammen mit den damals anwesenden Helfern, bei einem Arbeitseinsatz an einem kühlen Vormittag klar geworden. Die Sonnenstrahlen kamen damals hinter den Wolken hervor, wärmten uns auf und erleuchteten die Szenerie. Der folgende Satz eines Vereinsmitgliedes ist mir noch ganz genau in Erinnerung: „Ist das nicht ein herrliches Stückchen Erde!“

 

Dem eigentlichen Ziel waren wir erheblich näher gekommen. Zwischenzeitlich hatte das Land Hessen einen Zuschuss für die Obstbaumbepflanzung im Rahmen des so genannten „HELP-Programmes“ bewilligt. Dort ist ganz genau festgelegt, welche Sorten verwendet werden dürfen. Die Vogelschützer haben sich für die Kirsche, die Birne, den Apfel, die Nuss und die Zwetschge entschieden. Ganz besonders erwähnenswert ist noch ein „Speierling“, der in unserer Heimat früher sehr beliebt war und jetzt wieder im Kommen ist. Insgesamt 20 junge, ausschließlich hochstämmige Bäume wurden gepflanzt und gegen den Wildverbiss geschützt. Auch das Ufer des angrenzenden Bachlaufes erhielt mit standortgerechten Sträuchern ein neues Gesicht.

 

Dann folgte die Gestaltung des Amphibienteiches. Auf diesem Gebiet hat die Vogelschutzgruppe, die im „Hainzenwald“ und im „Höllacker“ bereits solche Einrichtungen unterhält, reichlich Erfahrung. Der vorhandene Fischteich wurde mit Flachwasserzonen ausgestattet, um den Amphibien das Laichen zu ermöglichen. Während für diese Arbeiten ein Bagger eingesetzt werden konnte, musste der Rand des Dammes in Handarbeit begradigt werden. Falls es einmal notwendig sein wollte, den Teich zu entleeren, dann ist dies über einen eingebauten Schieber möglich. Mit der Regulierung der Wasserzufuhr und des Wasserablaufes, war das gesteckte Ziel fast errecht. Nur noch eine Frage blieb offen: Was machen wir, damit das Gras in Zukunft nicht zu hoch wächst? Hierzu fand sich eine nahe liegende Antwort. Das Grundstück wurde eingezäunt und seither grasen vom Frühjahr bis zum Herbst einige Schafe darauf. Jetzt war es geschafft!

 

Dem Jahresbericht des ersten Vorsitzenden ist zu entnehmen, dass circa 350 freiwillige Arbeitsstunden von den Helfern aus den Reichen der Vogelschutzgruppe geleistet worden sind. Ohne deren tatkräftige Hilfe wäre das Projekt weder realisierbar noch finanzierbar gewesen. Deshalb gilt ihnen unser aller Dank.

 

Irgendwie ist es schon eine seltsame Kombination, wenn aus den Folgen einer Betriebsstörung eine Naturschutzmaßnahme wird. Denn wer weiß, ob die Vogelschützer überhaupt auf das Gelände aufmerksam geworden wären. Egal wie man es betrachten will, auf jeden Fall ist dort wieder ein „herrliches Stückchen Erde“.

 

Übrigens! Wenn Sie Ihren Sonntagsspaziergang an der TSV-Turnhalle in Richtung der Firma

Reichenbacher Apparatebau starten, dann können Sie es nach etwa 500 Metern auf der linken Seite sehen. Vielleicht erinnern Sie sich dann an diese Betrachtung, und sie wissen: Da steckt jede Menge Arbeit drin!

 

Text/Udo Gehbauer

 

 

 

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