Vogelschutzgruppe Lautertal-Reichenbach e. V.
Vogelschutzgruppe Lautertal-Reichenbach e. V.

Aktuell

Ferienspiele Vogelschutzgruppe Reichenbach nahm Lautertaler Kinder mit auf eine spannende Exkursion im Wald

Begegnung mit Libelle und Wasserschlange

 

Die Gruppe beim Abmarsch auf dem Marktplatz in Reichenbach.

Die Gruppe beim Abmarsch auf dem Marktplatz in Reichenbach.

© Ferdinand Derigs (fred)

 

Für einige unter den Teilnehmern der Lautertaler Ferienspiele war es schon die zweite Wanderung an diesem Tag, hatten sie doch schon am Vormittag bei einer Schatzsuche im Felsenmeer ihren Spaß gehabt. Auch Jugendpfleger Peter Schuster durfte zum zweiten Mal bei strahlendem Sonnenschein mit neuen Helfershelfern die Wanderschuhe schnüren.

Unter dem Motto Natur pur hatte sich die Vogelschutzgruppe Reichenbach ein mehrstündiges Programm für die Ferienkinder ausgedacht. Heike Hellwig, Michael Schneider und Udo Gehbauer erwarteten die rund 20 Teilnehmer im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren hierzu am Marktplatz, dem Startpunkt der Wanderung.

Marc Hellwig und Walter Gehbauer trafen derweil letzte Vorbereitungen an den Stationen, die auf der insgesamt rund vier Kilometer langen Strecke eingerichtet waren. Gleich zu Beginn gab es an der ersten Station auf dem Spielplatz im Rödchen aktuelle Themen: Müllvermeidung, Mülltrennung und Verwertung. Die Kinder kannten sich sehr gut aus und so war es für sie kein Problem, Plastikschalen dem Plastikmüll und altes Brot der Biotonne zuzuordnen. Die Vogelschützer hatten aber auch noch noch Tipps parat, wie man Verpackungsmüll vermeidet und Lebensmittel wie das alte Brot noch verwerten kann.

Dann packte Udo Gehbauer seinen Laptop aus, auf dem er Vogelstimmen und die dazu passenden Bilder der einheimischen Vögel gespeichert hatte. Zu seiner Freude kannten sich seine Zuhörer erstaunlich gut aus. So konnten die gängigen Gartenvögel wie Amsel, Zaunkönig, Buchfink, Elster oder die Meise zielsicher identifiziert werden. Auch eine Taube, die Gehbauer eingeschmuggelt hatte, wurde schnell erkannt.

„Wie vorbestellt“, so Udo Gehbauer, stellten sich zur Freude der sehr interessierten Kinder zur Tierbeobachtung am Amphibienteich im Hainzewald einige Tiere zur Schau. Libellen, Mini-Frösche und sogar eine Wasserschlange ließen sich blicken, als sei der Termin mit ihnen abgesprochen. Goldfische allerdings, die als Räuber keinesfalls in den Amphibienteich gehören und im Hainzewald schon einmal von unwissenden Menschen ausgesetzt worden waren, wurden nicht gesichtet.

Pflanzen und Bäume ertastet

Damit war der spannende Nachmittag aber noch lange nicht zu Ende. Am nahe gelegenen Vereinsheim der Vogelschutzgruppe durften die Kinder noch mit verbundenen Augen Pflanzen und Bäume ertasten. Moos, Farn und ein Tannenzapfen wurden im Blindflug ertastet und erkannt.

Nachdem der Wissensdurst gestillt war, gab es zur Stärkung Würstchen im Brötchen mit Ketchup und Apfelsaftschorle. Ohne diese Stärkung wäre die letzte Aufgabe vielleicht gar nicht zu bewältigen gewesen. Dabei gab es ein Baumpuzzle, das die Teilnehmer am Festplatz im Talweg erwartete, Etwas müde, aber sehr zufrieden kehrte die Ferienspiel-Gruppe zum Marktplatz zurück.

Info: Wer sein Wissen vertiefen möchte, dem ist eine Mitgliedschaft in der Vogelschutzgruppe empfohlen. Nähere Informationen unter www.vogelschutz-lautertal- reichenbach.de

© Bergsträßer Anzeiger, Montag, 15.07.2019

 

 

Vereinsreise in das Zillertal vom 11.05. bis 18.05.2019

 

Neuschnee überraschte Reichenbacher Vogelschützer

Reichenbach/Zillertal. Ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm hatte der traditionelle Organisator Philipp Degenhardt für den diesjährigen Jahresausflug der Reichenbacher Vogelschutzgruppe zusammengestellt. Ziel war Stumm im Zillertal, das man über Stuttgart, München, Tegernsee und Achensee pünktlich am späten Nachmittag erreichte. Unterbrochen wurde die Fahrt nur für ein Frühstück mit Blick auf das Hoffenheimer Stadion und einem Mittagessen im Bauernmarkt in Dasing.

Der erste Ausflug nach Hintertux konnte wegen Nebel nur bis Mayrhofen stattfinden. Da Muttertag war, überraschte Philipp Degenhardt alle weiblichen Teilnehmer mit Pralinen. In Rattenberger Kunsthandwerkgeschäften sahen die Odenwälder jede Menge kunstvolle Arbeiten aus Glas. Zu dem am Abend vorgeführten Film „Mein Zillertal“ konnte der heutige Reichenbacher Albin Kogler eigene Kindheitserinnerungen ergänzen, da er aus dem Zillertal stammt.

Neuschnee ab 1000 Metern Höhe überraschte die Lautertaler am Morgen vor der Fahrt in Tiroler Alpentäler. Nach der Besichtigung der Karlskirche bei Volders ging es über das Wipptal ins Gschnitztal mit dem Mühlendorf Gschnitz. Mit Blick auf den Sandes Wasserfall wurde zum Aufwärmen der eine oder andere Glühwein genossen. Über das Schmirntal erreichte man Kasern, wo Kaffee und Kuchen auf die Reisegruppe warteten. Dort konnten mehrere Gämsen beobachtet werden. Der Theaterabend im Hotel sorgte mit einigen gespielten Sketchen für Stimmung. Der folgende „autofreie Tag“ konnte zur Erkundung des Dorfes genutzt werden, bei der man Zeuge eines großen Trauerzuges wurde. Das ganze Dorf schien beteiligt, viele Bürger standen Spalier.

Der folgende Tag stand nach einem Dorfrundgang mit Schloss, Markt und Kirche im Zeichen der Krimmler Wasserfälle und Kitzbüheler Alpen, die mit weiterem Neuschnee gepudert waren. Hier konnten erneut Gämsen gesichtet werden. Nächste Station war Kitzbühel. Ein Bauernbuffet und Harfenmusik von einer Harfenspielerin serviert waren das Programm für diesen Abend.

Der sechste Tag erfreute mit strahlendem Sonnenschein und die Bergwelt präsentierte sich ganz ohne Wolken. Das Ziel an diesem Tag war das Ötztal. Bei Umhausen wurde eine Greifvogelstation angesteuert, die für die Vogelschutzgruppe von großem Interesse war. Bei den Flugvorführungen konnten Turmfalke, Rotmilan, Steinadler, Kolkrabe und Gänsegeier ganz aus der Nähe und im Flug beobachtet werden. Das Leben des Ötzi wurde im Ötzi-Dorf mit Museum authentisch präsentiert. Die Entdeckung des 5000 Jahre alten „Mannes aus dem Eis“ 1991 gilt als größte archäologische Attraktion der Alpen. Neuzeitlicher war die anschließend besuchte Heumilchsennerei mit Filmvorführung und Käseverkostung. Dieser Tag klang mit einem Tiroler Festmenü und Musikunterhaltung aus. Ein Musiker unterhielt die Gäste mit Akkordeon, Alphorn und Keyboard. Da Albin Kogler seine Klarinette dabei hatte, konnte er den Alleinunterhalter ganz professionell unterstützen. Zusammen mit den Musikern wurden zahlreiche Lieder gesungen.

Der letzte Ausflugstag führte in die Städte Hall und Schwaz mit zahleichen historischen Sehenswürdigkeiten. So ist Hall für seine Münze und Münzerturm in der Burg Hasegg bekannt. Dort soll die Wiege des Talers und Dollars gestanden haben. Schwaz wird vor allem wegen seines Silberbergwerks besucht. Überragt wird die Stadt von der Burg Freundsberg. Das prächtige Fuggerhaus erinnert an das große Handelsimperium der Augsburger Familie. Auf dem Rückweg nach Stumm wurde noch eine Zillertaler Speckstube mit Speckverkostung besichtigt, die auch alle Arten von lokalen Schnäpsen anbot. Nostalgisch klang dieser Tag mit dem Heimatfilm „Die Zwillinge vom Zillertal“ von 1957 aus. Da wurden Erinnerungen an einst bekannte Schauspieler geweckt wie Karin Dor, Hans Moser, Joachim (Blacky) Fuchsberger, Wolfgang Gruner und auch die Kessler Zwillinge.

Wohlbehalten kehrten die Reichenbacher Vogelschützer wieder in den Odenwald zurück. Insgesamt 2000 Kilometer hatten sie Fahrer Wilfried sicher transportiert. 800 Kilometer allein bei den Touren vom Zillertal aus. Kurz vor Ende der Fahrt dankte der Vorsitzende der Vogelschützer, Walter Gehbauer, Philipp Degenhardt mit einem Geschenk für seine jahrelange Organisation und Leitung der Ausflüge des Vereins. koe

Vogelbeobachtungstour in das Naturschutzgebiet "Im Dulbaum" bei Alsbach am 26.05.2019.

 

Vogelvielfallt trotz Nähe zur Autobahn

Mit Trockenrasen und steilen Sandwänden trafen die Reichenbacher Vogelschützer in dem Naturschutzgebiet „Dulbaum“ in der Nähe der Autobahnraststätte Alsbach auf einen anderen Lebensraum für Vögel als im heimischen Lautertal. Unter Führung von Uwe Peter begaben sich 15 Vogelfreunde auf einen Rundgang in dem kleinen Schutzgebiet, um die dortige Vogelwelt zu beobachten. Die in diesen frühen Morgenstunden noch relativ wenig frequentierte Autobahn machte es möglich, dass man sowohl optisch als auch akustisch eine ganz Reihe von gefiederten Freunden notieren konnte. An den Sandabbrüchen waren erwartungsgemäß einige Uferschwalben sowie der Bienenfresser zu beobachten. Dort traf man wenig entfernt von den Uferschwalben auf Mehlschwalben, Goldammer und Bachstelzen. Grünfinken waren ebenso mit dem Fernglas auszumachen wie Neuntöter und Meisen. Elstern und ein Roter Milan konnten neben einem Bussard verzeichnet werden. Nur zu hören waren außer einem Kuckuck die Mönchsgrasmücke und die Nachtigall. Ein Storch von einem entfernt aufgebauten Horst schritt auf der Suche nach Essbarem würdevoll die Furchen eines Ackers entlang. Länger beobachtet werden konnten zwei Hasen, die sich entweder sonnten oder Frühsport betrieben. Aufgrund des relativ trockenen Bodens gab es seltene Pflanzen und Gräser zu entdecken, aber auch sehr gefräßige Schädlinge wie die Gespinstmotte, die in Massen ganze Büsche überzieht und entblättert. Mit einem kleinen Frühstück stärkten sie die Reichenbacher Vogelschützer in der Raststätte für den Heimweg.

koe

 

 

 

Jahreshauptversammlung am 08.03.2019

Mähmaschine reißt Loch in die Kasse

Ein neu angeschaffter Sichelmäher hat zwar den Kassenbestand der Reichenbacher Vogelschützer deutlich verringert, sei aber, so Michael Schneider, Vorstandsmitglied der Reichenbacher Vogelschützer, eine sehr effektive Investition gewesen. Über weitere Aktivitäten des Vereins informierte Vorsitzender Walter Gehbauer im Rahmen der Jahreshauptversammlung. Besonders begrüßt wurde der Ehrenvorsitzende Dieter Oster bevor der verstorbenen Mitglieder gedacht wurde. Das waren Klaus Harjes, Karl Horn, Wilhelm Hornung Günter Aust und Wilhelm Mink.

In seinem Bericht ging der Vorsitzende auf die verschiedensten Aktivitäten des vergangenen Jahres ein. So habe man teilgenommen am Neujahrsschiessen des Schützenvereins Reichenbach, am Neujahrsempfang der Gemeinde Lautertal, am Glühweinfest der NABU-Gruppe Beedenkirchen, am Odenwälder-Nachmittag des Schützenvereins Reichenbach, am Jubiläum zum 125 jährigen Bestehen des TSV Reichenbach, an der Fotoausstellung des Fotoamateurclubs Reichenbach und an der Vogelausstellung des Vogelschutz- und Liebhabervereins Einhausen.

Vereinsintern habe es im Berichtsjahr neben fünf Vorstandssitzungen die Jahreshauptversammlung gegeben. Nistkästenreinigung und -überprüfung gehörten ebenso zum Programm wie naturkundliche Rundgänge und Vogelstimmenwanderungen. Zur Pflege der Teichanlagen Höllacker, Hainzenwald und Brandauer Klinger sowie des Vogellehrgehölz, des Festplatzes am Talwegparkplatz und des Eulenturms waren zahlreiche Arbeitseinsätze notwendig. Dafür hatten 42 Akteure insgesamt 166 Arbeitsstunden geleistet, so der Vorsitzende. Allen Helfern und Gönnern hatte der Verein mit einem Frühschoppen im Vogelschutz-Lehrgehölz gedankt.

Das traditionelle Grillfest am Talweg Parkplatz habe man wegen Waldbrandgefahr absagen müssen, bedauerte Gehbauer. Ein Höhepunkt im Vereinsleben war der von Philipp Degenhardt organisierte achttägige Vereinsausflug in die Region Bregenzer Wald und Bodensee. Den Tagesausflug nach Weissenburg und Bad Dürkheim hatte Walter Gehbauer vorbereitet, während die Jahresabschlusswanderung nach Bensheim zum „Weingut Mohr“ in den Händen von Gerhard Fehr lag.

Ein abwechslungsreicher Familienabend fand im Vereinslokal “Zur Traube“ statt. Hierfür hatte der Vorstand eine faszinierende dreiteilige Schwarzlichtshow organisiert. Der singende Landwirt Gerhard Pfeifer unterhielt die Gäste im herbstlich geschmückten Saal.

Über den schon genannten Schwund in der Kasse der Vogelschützer informierte Rechnerin Christina Koch. Der Verein lebe hauptsächlich von den Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Weitere Ausgaben seien für neue Nistkästen und die Winterfütterung der Vögel getätigt worden. Der aktuelle Mitgliederstand betrage 305 Personen. Eine einwandfreie Kassenführung hatten die Prüfer Philipp Degenhardt und Roger Dehus vorgefunden, so dass dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt werden konnte. Im nächsten Jahre werden Philipp Seeger, Peter Plößer und Wolfgang Lampert der Rechnerin auf die Finger schauen.

Ausgedruckt vorgelegt wurde eine ausführliche Aufstellung über die Belegung der 381 Nistkästen. Am meisten hatten sich Kohlmeisen einquartiert, gefolgt von der Blaumeise. Der Bestand der Kleiber hatte sich demnach stabilisiert, während Trauerschnäpper nicht mehr verzeichnet werden konnten. Ein Ärgernis seien die verschwundenen Nistkästen, die jedes Jahr auf Vereinskosten ersetzt werden müssten, ergänzte Gehbauer.

Ebenfalls in Papierform lag die jährliche Zusammenstellung von Karlheinz Peter über die Population der Schwalben und Mauersegler vor. Einen deutlichen Rückgang wurde bei den Rauchschwalben festgestellt.

Über ein weiteres Ärgernis wurde die Versammlung informiert. Irgendwelche Zeitgenossen hatten Goldfische in den Amphibienteich im Hainzenwald ausgesetzt, die sich enorm vermehrt hatten. Da Goldfische laut Fischereiverband in der Natur nichts zu suchen hätten und auch Krankheiten übertrugen, sah sich der Verein gezwungen das Wasser im Teich abzulassen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Wegen der dicken Schlammschicht habe man jedoch nicht alle Fische abfischen können, so dass sich Besucher über die noch im Schlamm zappelnden Exemplare mokierten. Der Vorsitzende konnte eine Beschwerdeführerin aus Darmstadt über die Situation aufklären, die dann dem Verein sogar eine Spende zukommen ließ. Jetzt kann mit dem Geld der Mönch wieder abgedichtet werden, freute sich Gehbauer. Zum Schluss der Versammlung lud Walter Koepff noch zu einer Islandrundreise in Bildern ein.

Text / Walter Koepff

Nachfolgend ein paar Bilder des Bildervortrags von Walter Koepff

 

 

 

Hallo nachfolgend ein Vogelstimmen-Trainer

 

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Kurzmeldungen:

Grillfest Aufbau ab 05.08.2019 immer um 17.00 Uhr Helfer sind herzlich willkommen.

 

 

 

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