Vogelschutzgruppe Lautertal-Reichenbach e. V.
Vogelschutzgruppe Lautertal-Reichenbach e. V.

Aktuell

Nistkästen reinigen am Hohenstein

Sperber im Garten

Der Sperber ist eine Art „Mini-Habicht“. Diese beiden Greifvögel gleichen sich sehr in Aussehen und Lebensweise, wobei der Sperber sich bei der Jagd eher auf kleinere Vögel spezialisiert hat. Er ist neben dem Mäusebussard der häufigste Greifvogel Europas. Vor allem die Jungvögel der mitteleuropäischen Population überwintern in Frankreich oder Spanien. Seine waghalsigen und rasanten Jagdmanöver versetzen jede*n Beobachter*in in Staunen. Text/NABU

Abschlusswanderung am 28.12.2023

Abschlusswanderung mit Modegetränken

Mit der traditionellen Abschlusswanderung beendete die Reichenbacher Vogelschutzgruppe ihr Jubiläumsjahr. Bei mehreren Veranstaltungen feierte der Verein 2023 sein 50-jähriges Bestehen. Jetzt traf man sich am Marktplatz, um an den verschiedenen Vereinsanlagen vorbei zum Abschluss im Vereinsheim der Geflügelzüchter im Höllacker zu wandern. Über 30 Teilnehmer starteten nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Jan-Niklas Gehbauer vom Dorfmittelpunkt aus Richtung Talweg. Vorbei am Amphibienteich im Hainzenwald und dem Lehrgehölz wurde der Borstein erreicht. Mit Getränken aus den vergangenen Jahrzehnten überraschte der Vereinsvorstand die Wanderschar. So gab es am Talweg einen „Sonnenschein“, auch als „Blonder Engel“ bekannt. Am Borstein wartete ein Mojito auf die Wanderschar. Am Teich im Höllacker gab es Wodka-Orange, während zum Abschluss am „Hinkelshaus“ ein Feigenlikör gereicht wurde. Dort hatten die Geflügelzüchter bereits leckeren Räuberbraten zubereitet und die Bewirtung der inzwischen auf 50 Personen angewachsenen Gruppe übernommen. Vorsitzender Jan-Niklas Gehbauer dankte den Rassegeflügelzüchtern für die Bereitstellung des Hauses und die Betreuung der Gäste.

Text/Walter Koepff

Abschlusswanderung 2023 Foto/Walter Koepff

Futterrahmen erstellen am 09.12.2023

Familienabend 2023 im Jubiläumsjahr

Mit einem abwechslungsreichen Programm feierte die Reichenbacher Vogelschutzgruppe im 50. Jahr ihres Bestehens seinen Familienabend mit zahlreichen Mitgliedern und Freunden des Vereins im geschmückten Saal des Gasthausees Zur Traube in Reichenbach. Vorsitzender Jan-Niklas Gehbauer hieß besonders den Ehrenvorsitzenden Dieter Oster und seinen Vorgänger Walter Gehbauer herzlich willkommen. Das Jubiläumsjahr, so Gehbauer, gehe seinem Ende entgegen, in dem man bei verschiedenen Veranstaltungen, wie z.B. dem Grillfest an Doras Café, den Vereinsgeburtstag gefeiert habe. Jetzt habe man ein großes Büffet aufgebaut und ein kleines Rahmenprogramm vorgesehen.

Als Geschenk zum Vereinsgeburtstag hatte die Lauterner Gruppe „Geofun“ drei Spiele mitgebracht, an denen nicht nur die jungen Gäste ihre Freude hatten. So gab es einen Minirennparcours für zwei kleine ferngesteuerte Modellrennwagen und ein größeres Fahrzeug, das auf der Bühne um Pylone gesteuert werden konnte. An drei „BlazePods“ konnte man seine Reaktionsschnelligkeit testen.

Gerhard Schäfer nahm den Beginn der Faschingskampagne zum Anlass, das Programm mit verschiedenen humorvollen Beiträgen aufzulockern. Ferner gab eine Bilderwand Einblicke in das Vereinsleben der letzten Jahre. Zwischendurch bestand noch die Möglichkeit, seine Fähigkeit im Umgang mit dem Hammer bei dem beliebten Nageleinschlagspiel auszuprobieren. Preise konnten bei einer Schätzfrage gewonnen werden. Dazu hatten die Vogelschützer ein großes Glas mit Federn gefüllt, deren Anzahl erraten werden musste. Der Gesamtmenge von 500 Federn kam Jonas Kaffenberger mit 501 am nächsten, gefolgt von Kira Schäfer (498) und Renate Oster (481). An die Gewinner gingen verschiedene Gutscheine.

Lang war die Liste der zu ehrenden Mitglieder, die seit 25 Jahren dem Verein die Treue halten. Von den 18 zu Ehrenden konnte der Vorsitzende nur sechs persönlich mit Urkunden, Vereinsnadeln und Geschenken auszeichnen. Das waren Max Flügel, André Gläser, Felix Meyer, Ria Peter, Simon Schäfer und Philipp Seeger.

Den Abschluss des offiziellen Programms bildete eine von Udo Gehbauer zusammengestellten Bilderpräsentation mit Rückblicken auf die Jahrzehnte von den 50er Jahren bis ins Jahr 2000. Dazu hatte er vor allem typische Bilder aus der Politik und der Werbung ausgewählt. So erinnerte er an die berühmten Pril-Blumen, das HB-Männchen und die Clementine von Ariel. Da tauchten Filmeplakate mit James Bond auf oder die Fernsehserie Dallas sowie Kultfahrzeuge wie der Opel Manta, der erste Golf GTI und das Moped Florett von Kreidler. Historische Ereignisse durften nicht fehlen, wie der Flug zum Mond, der Kniefall von Willy Brandt in Warschau und der Bau der Berliner Mauer sowie deren Abriss, um nur einiges zu nennen. Natürlich wurden auch Aufnahmen aus dem Ortsgeschehen von Reichenbach gezeigt, wie die legendären Faschingsveranstaltungen des Männergesangvereins Eintracht Reichenbach, die Verrohrung der Lauter und der Ausbau der Nibelungenstraße. Heute nicht mehr vorstellbar ist der in den 70er Jahren im Bild festgehaltene Brötchenverkauf durch den Zaun hindurch an Schüler im Hof der damaligen Volksschule.

Vorsitzender Jan-Niklas Gehbauer dankte seinem Vater für die gelungene Präsentation und gab die Bühne frei für den „singenden Landwirt“ Gerhard Pfeifer. Zu seinen Klängen konnte dann mitgesungen, geschunkelt oder das Tanzbein geschwungen werden. koe

Nisthilfen für den Steinkauz

Mit Zustimmung der Grundstückseigentümer haben Mitglieder der Reichenbacher Vogelschutzgruppe Nisthilfen für Steinkauze an Obstbäumen im Höllacker angebracht. Da höhlenreiche Obstbäume, Kopfbäume und Alleen fehlen, müssen solche Nisthilfen angebracht werden, um die nistökologische Situation für den deutschlandweit gefährdeten Steinkauz zu verbessern. Der Steinkauz ist in Deutschland mittlerweile fast überall auf Naturschutzmaßnahmen und das flächendeckende Aufhängen sowie Betreuung von Nisthilfen angewiesen. Jetzt hoffen Michael Schneider (Bild) und Walter Gehbauer, dass das neue Angebot auch angenommen wird und somit erfolgreich ein Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation dieser Vögel geleistet werden konnte.

koe

Jubiläumsgrillfest am Samstag den 12.08.2023

Geschichtlicher Rückblick zum Jubiläum

Richtig Glück mit dem Wetter hatte die Reichenbacher Vogelschutzgruppe bei ihrem zweitägigen Grillfest zum 50-jährigen Bestehen. Nach heftigen Niederschlägen am Samstagnachmittag störten die wenigen Tropfen am Abend kaum. Im Gegenteil, der gut besuchte Festplatz an Doras Café füllte sich bis auf den letzten Platz. Dort hatten zahlreiche Helfer Biertische in Zelten und unter großen Schirmen aufgebaut. Getränkeausgabe und Grillküche ergänzen das Angebot. Über die zahlreichen Gäste freute sich der Vorsitzende der Vogelschützer, Jan-Niklas Gehbauer, bei seiner Begrüßung, die besonders dem Ehrenvorsitzenden Dieter Oster, seinem langjährigen Vorgänger Walter Gehbauer sowie den Gründungsmitglieder galt. Willkommen geheißen wurden auch Vertretern der umliegenden Vogelschutzgruppen sowie des NABU.

Gehbauer nahm das 50-jährige Bestehen seines Vereins zum Anlass, auf die Vereinsgeschichte einzugehen. 50 Jahre seien eine lange Zeit, in der sich nicht nur in der Vogelschutzgruppe viel verändert habe. Wichtigstes Ziel sei immer der Erhalt unserer Lebensräume sowie der Natur- und des Artenschutzes gewesen. Soziale Aspekte hätten im Vereinsleben eine große Rolle gespielt. So habe man immer wieder gemeinsame Feste gefeiert und Arbeitseinsätze geleistet.

Dankbar sei man den 19 Gründungsmitgliedern, die 1973 den Grundstock für eine erfolgreiche Vereinsarbeit gelegt hatten. Schnell hatte sich der Verein zu einer festen Größe im dörflichen Leben entwickelt. Seit dieser Zeit erfolgten drei Generationenwechsel, die den Verein immer auf aktuellen Stand halten.

Nach dem Start am 18. Mai 1973 begann die Gruppe unter Leitung von Dieter Oster mit dem Bau von bis heute 380 Nisthilfen in 14 Bereichen rund um Reichenbach. Hinzu kam die Herrichtung des Vereinsheimes. Vogelstimmenwanderung gehörten fortan fest zum Jahresprogramm. 1976 wurden die sehr beliebten Vereinsausflüge ins Leben gerufen. Es folgten der Bau des Vogellehrpfades (1979), des Amphibienteiches im Hainzenwald und die immer gut besuchten Grillfeste und Familienabende (1980). Die 1983 gebaute Greifvogelstation musste 2012 leider wieder geschlossen werden. Der Teich im Höllacker entstand ebenfalls in dieser Zeit und der Verein wurde als gemeinnützig anerkannt. Im Brandauer Klinger kam der dritte Amphibienteich hinzu. 2001 übernahm Walter Gehbauer die Vereinsführung. In der folgenden Zeit wurde die Jugendarbeit intensiviert. Der Nachwuchs beteiligte sich am Nistkästenbau und der Winterfütterung. Mit der Jugend wurden Nachtwanderungen und Ausflüge unternommen. Die Familienabenden erfreuten mit aufwändigen Sketchen, Bilderschauen, Show- und Tanz- sowie Gesangseinlagen die immer zahlreichen Gäste.

Im Jahre 2007, so Gehbauer weiter, konnte das 300. Mitglied begrüßt werden. In dieser Zeit wurde viel investiert in Arbeitsgeräte, Liegenschaften und Gebäude. Nach dem gelungenen Start der Vereins-Homepage (https://www.vogelschutz-lautertal-reichenbach.de/) bremste Corona das Vereinsleben aus. Umso erfreulicher sei es, dass man jetzt das Vereinsjubiläum gemeinsam feiern könne, betonte der aktuelle Vorsitzende, der am 30. Juli 2021 die Vereinsführung übernommen hatte. Damit einher ging der Neustart einer Jugendgruppe, die auf fast 20 Personen angewachsen sei. Erfreulich sei auch der Mitgliederzuwachs von 42 Personen in einem Jahr. Die gute Zusammenarbeit im Vorstandsteam bezeichnete Gehbauer als eine wichtige Voraussetzung für die Zukunft des Vereins.

Sein Dank richtete sich an all die Helfer, Gönner und Unterstützer im privaten Bereich sowie von öffentlichen Trägern, die zum Erfolg in den letzten fünf Jahrzehnten beigetragen hatten. Ferner wies er noch auf kommende Termine hin, wie die Teilnahme am Kerwe-Umzug in Reichenbach am 27. August durch „junge und reife Vögel“. Am 9. September wolle man das Grillfest der befreundeten Vogelschützer in Einhausen besuchen. Der Familienabend sei für den 11. November und die Jahresabschlusswanderung für den 28. Dezember geplant.

Mit Anspielung auf das Wetter begann die Band „Lärmfeuer“ ihr Musikprogramm mit dem Titel „It never rains in California“, was ja auch für die Festtage in Reichenbach zutraf. Die Formation hatte bereits vor zehn Jahren zum 40-jährigen Jubiläum der Vogelgruppe gespielt, wie H. Dieter Seyfert von der Band feststellte. Diesmal hatten sie die Sängerin Selma Bale aus Lorsch gewinnen können. Zusammen mit den drei Musikern von Lärmfeuer lieferte sie eine stimmungsvolle und abwechslungsreiche musikalische Unterhaltung. Am späteren Abend wagten einige Gäste ein paar Tänzchen auf dem gekiesten „Parkett“. Text/Walter Koepff

 

Jubiläumsgrillfest am Sonntag den 13.08.2023

Gründungsmitglieder der Vogelschutzgruppe geehrt

Seinen Frühschoppen zum 50-jährigen Bestehen nutzten die Reichenbacher Vogelschützer, um ihre verbliebenen Gründungsmitglieder zu ehren. Dies waren neben dem Ehrenvorsitzenden Dieter Oster und Ehrenbürgermeister Josef Weitzel Hans-Peter Oster und Helmut Metzger. Ihnen gratulierten neben dem Vorsitzenden Jan-Niklas Gehbauer, dessen Stellvertreter Tobias Peter sowie Bürgermeister Andreas Heun. Diesen hatte Gehbauer zusammen mit den zahlreichen Gästen, die zum Frühschoppen hinter Doras Café gekommen waren, besonders begrüßt. Sein Gruß galt auch Vertretern befreundeter Vogelschutzgruppen. Wie schon am Abend zuvor, gab der Vorsitzende einen kurzen Überblick über die 50-jährige Vereinsgeschichte. Darin würdigte er vor allem die 19 Vereinsgründer, die am 18. Mai 1973 die Vogelschutzgruppe Reichenbach ins Leben gerufen und damit den Grundstein zu einer erfolgreichen Arbeit gelegt hatten. Er bedauerte, nicht alles erwähnen zu können, was geleistet worden sei, das würde den Rahmen sprengen. Gehbauers Dank ging auch an Friedel und Wolfgang Mink, die das Festgelände und das Zelt zur Verfügung gestellt hatten. Ebenso danke Gehbauer der Firma Hellwig Tonanlagen für die Stromversorgung und Illumination. Besonders gefreut hatten sich die Vogelschützer über eine Spende des Männergesangvereins Eintracht Reichenbach zum Jubiläum. Mit einem weitgefächerten Musikangebot unterhielt Peter Fischer mit Gesang, Akkordeon bzw. Saxophon zum Frühschoppen. Zahlreiche Helfer versorgten die Gäste mit Speisen und Getränken. Station auf dem Festplatz machte auch die Reichenbacher Kerwejugend auf ihrem Weg zum Kerwezug nach Elmshausen. Die Betreuer der Jugendgruppe der Vogelschützer mit Martina Roth, Patrik Hellwig, Jonas Kaffenberger, Ricardo Schorle, Laura-Marie Brell und Claudia Eckel boten ein Kinderprogramm, das Kinderschminken, Dosenwerfen und Nägeleinschlagen umfasste. Zauberer Sebastian Schachner wusste mit seinen verblüffenden Tricks nicht nur die Kinder zu begeistern. Am Nachmittag bot Doras Café Kaffee und Kuchen zu Abrundung des Speisenangebots. Dank des guten Wetters und des guten Zuspruchs der Gäste sind die Reichenbacher Vogelschützer sehr zufrieden mit ihrem Jubiläumsfest. Koe

 

Grillfest als Höhepunkt des Jubiläums

Guten Grund zum Feiern hat die Vogelschutzgruppe Reichenbach. Das ganze Jahr gibt es verschiedene Veranstaltungen zum Vereinsjubiläum anlässlich des 50-jährigen Bestehens. Einen besonderen Höhepunkt wird das am 12. und 13. August in der Ortsmitte von Reichenbach stattfindende Grillfest sein. Wie der Vorstand mitteilt, beginnt die Feier am Samstag (12.8.) um 19 Uhr auf dem Platz hinter Doras Café in der Beedenkirchener Straße. Die musikalische Unterhaltung wird die Tanz- und Showband „Lärmfeuer“ auf dem romantisch illuminierten Festgelände servieren. Der 1. Vorsitzende, Jan-Niklas Gehbauer, wird bei seiner Begrüßung Einblicke in die Vereinsgeschichte geben. Für das leibliche Wohl der Besucher werden Spezialitäten vom Grill sowie bekannte Durstlöscher und Cocktails angeboten.

Der Sonntag (13.8.) startet um 10 Uhr mit einem Frühschoppen. Dazu passende Musik bietet Peter Fischer. Bei dieser Gelegenheit sollen Gründungsmitglieder geehrt werden. Bürgermeister Andreas Heun will dem Verein zu seinem Jubiläum gratulieren. Für Kinder ist ein Unterhaltungsprogramm unter anderem mit einem Zauberer vorgesehen. Natürlich werden wieder diverse Speisen und Getränke angeboten. Für Kaffee und Kuchen ist wie im vergangenen Jahr Doras Café gut vorbereitet. Text/koe

Drei Vorsitzende in 50 Jahren von rechts Dieter Oster(28 Jahre), Walter Gehbauer(20 Jahre) und Jan-Niklas Gehbauer(Aktuell). Foto/Ann-Kristin Gehbauer

 

 

Der Natur auf der Spur

 

Zu einem naturkundlichen Rundgang hatte die Reichenbacher Vogelschutzgruppe eingeladen. Nur wenige Mitglieder kamen am Treffpunkt Marktplatz zusammen. Dennoch wollte Tourplaner Michael Schneider (Mitte) den geplanten Rundgang angehen. Über die Friedhofsstraße folgte die kleine Schar dem Weg oberhalb des neuen Friedhofs Richtung Höllberg. Nach kurzem, steilem Anstieg wurde der Forstweg vom Hohenstein zum Hohberg erreicht. Unterwegs konnte man zahlreiche Nisthilfen der Vogelschutzgruppe entdecken. Am Rastplatz an der Kreuzstraße wurde rechts abgebogen und in Richtung Schützenhaus gewandert. Nach einem kleinen Schwenk Richtung Südwesten erreichten die Vogelschützer am Kernberg wieder Ortsstraßen. Über den Falltorweg und Nibelungenstraße gelangte man rechtzeitig zum Jubiläums-Frühschoppen des OMC Reichenbach im Gasthaus Zur Traube.

Text/Walter Koepff

Naturkundlicher Rundgang Foto/Walter Koepff

Rückblick auf 50 Jahre Vogelschutz in Reichenbach

 

Seit 50 Jahren ist die Reichenbacher Vogelschutzgruppe nicht nur in Sachen Vogelschutz, sondern auch in der Pflege der Geselligkeit sowie im dörflichen Leben äußerst aktiv. Bis heute standen nur drei verschiedene Vorsitzende an der Spitze des Vereins. Bei der Vereinsgründung am 18. Mai 1973 gehörten 20 Personen dem Verein an. Dieter Oster übernahm die Vereinsführung, der zuvor schon einer 1965 bestehenden Vogelliebhabergruppe vorgestanden hatte und Vogelbeauftragter der Gemeinde Reichenbach war. Gleich begann der neue Verein mit dem Bau von Nistkästen, deren Anzahl auch durch Zukauf bis heute auf 380 Stück angestiegen ist. Ab 1975 unterhält die Gruppe einen Lehrraum im Hainzenwald, der zunächst ausgebaut werden musste, um seine Aufgabe erfüllen zu können. Seitdem sind die Räumlichkeiten für Treffen der Vereinsmitglieder einmal im Monat geöffnet. Ein fester Bestandteil der Vereinstätigkeiten sind die Vogelstimmenwanderungen, die bis heute durchgeführt werden.

Legende sind die erlebnisreichen einwöchigen Vereinsausflüge. Ihr erstes Ziel war 1976 die Lüneburger Heide. Weitere Touren führten in viele europäische Lander wie Österreich, Italien, Ungarn, Norwegen und Frankreich, um nur einige zu nennen. Sie erfreuten sich immer sehr großen Zuspruchs, mussten jedoch in den Jahren der Pandemie ausfallen.

Zur Information von Wanderern wurden auf dem Weg zum Borstein zahlreiche Bildtafeln mit Beispielen aus der heimischen Vogelwelt aufgestellt. Die Einweihung dieses Vogellehrpfades fand nach zweijähriger Bauzeit 1979 statt. 1995 musste diese Einrichtung renoviert werden. Ebenfalls 1979 erfolgte der Erste Spatenstich zum Bau des Amphibienteiches im Hainzenwald, der ein viel beachtetes Feuchtbiotop mitten im Wald geworden ist.

Zur Pflege der Geselligkeit wurde der Terminkalender ab 1980 um einem Grillfest und Familienabend erweitert, die sich beide bis heute mit Ausnahme der Coronazeit großer Beliebtheit erfreuen. Die Familienabende standen oft unter bestimmten Themen, boten mehrere Jahre immer wieder Tanz-, Gesangs- und Showeinlagen der Mitglieder und Auftritte professioneller Künstler. Sketche, Ratespiele und Comedy erfreuten nicht nur Vereinsmitglieder. Rückblicke auf die Vereinsausflüge und Vereinsjahre in Bild und Ton rundeten das jeweilige Jahresprogramm ab.

Eine weitere große Bautätigkeit wurde mit der Greifvogelstation bei der Familie Zastrow 1983 in Angriff genommen. Bis 2012 wurden dort nicht nur verletzte Vögel wieder aufgepäppelt.

1985 erhielt der eingetragene Verein seine Gemeinnützigkeit. Ein weiterer Amphibienteich entstand 1986 im Höllacker mit zahlreichen Amphibien, der gerne von Spaziergängern besucht wird. Zu einem Eulenturm mit Brut- und Nistplätzen umgestaltet wurde 1990 eine alte Trafostation im Felsbergwald, der an den Felsenmeererlebnistagen für interessierte Gäste geöffnet wird. Mit dem Erwerb eines Grundstückes im Brandauer Klinger ergab sich 1986 die Möglichkeit zum Bau eines weiteren Amphibienteiches, der bis heute ebenfalls von den Vogelschützern regelmäßig gepflegt wird. Im Jahr 1998 konnte das 200. Mitglied begrüßt werden.

Ab dem Jahr 2000 bestand bis 2012 eine mitgliederstarke Jugendgruppe, die dank engagierte Betreuer äußerst aktiv war. So gehörte der Bau von Nistkästen und Futtereinrichtungen für die Winterfütterung, Grillnachmittage, Tagesausflüge und Nachtwanderungen zum Programm. In Ermanglung von Leitungspersonal musste die Jugendarbeit beendet werden. Groß war die Freude bei den Vogelschützern als 2021 ein Neustart mit 17 Jugendlichen gelang.

Mit Walter Gehbauer wurde 2001 ein Nachfolger für den langjährige Vorsitzende Dieter Oster gefunden. Gleichzeit erfuhr der Vorstand insgesamt eine Verjüngung. Oster ist seitdem Ehrenvorsitzender der Reichenbacher Vogelschutzgruppe. Mit dem Vorstandswechsel zog auch die Digitalisierung in die Vorstandsarbeit ein, um den Mitgliederbestand zu verwalten und die Kassenführung zu vereinfachen. Bis in das Jahr 2004 war der Verein auf 300 Mitglieder angewachsen. Um den Gästen bei vereinseigenen Festen mehr Komfort zu bieten, wurde 2008 ein Bauwagen erworben und zu einem Toilettenwagen umgebaut.

Dank versierter Vorstandes steht der Verein finanziell auf gesunden Füßen. Die Investitionen sind zukunftsorientiert und dienen der Erleichterung der Vereinstätigkeiten. So wurden diverse Arbeitsgeräte angeschafft zur Instandhaltung und Pflege der Gebäude und Liegenschaften. 2014 ging die vereinseigene Homepage ( https://www.vogelschutz-lautertal-reichenbach.de/) mit einem gelungenen Auftritt an den Start und informiert umfassend über das Vereinsleben der Reichenbacher Vogelschützer. Zahlreiche Aufrufe belegen das Interesse an diesem Medium.

Ab 2020 lähmen vor allem Waldbrandgefahr und Corona das Vereinsleben. Die öffentlichen Veranstaltungen mussten gänzlich entfallen. Dennoch weiter durchgeführt wurden die notwendigen regelmäßigen Pflege-, Mäh- und Instandsetzungsarbeiten sowie die Reinigung der zahlreichen Nistkästen. 2021 gab es erneut einen Wechsel in der Vereinsleitung: Jan-Niklas Gehbauer löste Walter Gehbauer an der Spitze ab. Einher ging eine weitere Verjüngung des Vorstandes, dem jetzt neben dem Vorsitzenden, dessen Stellvertreter Tobias Peter, Schriftführer Simon Schäfer und Rechnerin Mona Wörle angehören. Als Beisitzer ergänzen Walter und Udo Gehbauer sowie Jutta Hornung, Heike Hellwig, Michael Schneider, Roger Dehus, Uwe Peter und Thomas Kaufmann den Vorstand.

Zum Ende der Pandemie stieg die Mitgliederzahl bei den Vogelschützern 2022 auf 340. Das Jubiläumsjahr wird mit verschiedenen Veranstaltungen begangen. Dabei hatte der Frühjahrsumtrunk im Lehrgehölz bereits ganz im Zeichen des Gründungsjahres 1973 gestanden (wir berichteten). koe

 

 

 

 

Frühjahrsumtrunk am 13.05.2023 im Zeichen des Vereinsjubiläums

 

Erinnerungen an das erste Grillfest in der Vereinsgeschichte der Reichenbacher Vogelschutzgruppe weckte die Örtlichkeit des Frühjahrsumtrunks im Lehrgehölz im Felsbergwald. Vor fast 50 Jahren nahmen die beliebten sommerlichen Grillfeste in diesem ehemaligen Steinbruch ihren Anfang und wurden später an den Festplatz Richtung Parkplatz am Talweg verlegt. Der Vorsitzende der Reichenbacher Vogelfreunde, Jan-Niklas Gehbauer, begrüßte die Gäste, unter ihnen der Ehrenvorsitzende Dieter Oster und Vereinsmitglied Bürgermeister Andreas Heun. Er freute sich über die zahlreichen Besucher und das schöne Wetter und wünschte ein schönes Fest. Er dankte allen Helfern, besonders Markus Moritz, der wieder Bratwürste vom Grill servierte. Fleißige Hände hatten passend zu dem Gründungsjahrzehnt des Vereins Käseigel und Käsespießchen sowie Spargelschinken-Röllchen für ein leckeres Büffet vorbereitet. Bürgermeister Heun war angetan von der schönen Örtlichkeit und wünsche ebenfalls ein schönes Fest. Er selbst könne nur kurz bleiben, da er wenig später zum Verschwisterungsjubiläum nach Dogliani fliege, was auch seinen Anzug statt Wanderkleidung erkläre. Überwiegend jüngere Vereinsmitglieder und Gäste kamen zu dem Treffen, das sicher zu einem festen Bestandteil des Vereinsprogramms werden wird. Wie der Vorsitzende weiter mitteilte, wurde das üblicherweise für den zweiten Sonntag geplante Treffen im Unterrichtsraum auf den 21. Mai verlegt. Text/Walter Koepff

 

Festausschuss plant Vereinsjubiläum

Sein 50-jähriges Bestehen kann die Reichenbacher Vogelschutzgruppe in diesem Jahr feiern. Zur Vorbereitung des Festprogramms wurde ein Festausschuss gegründet, der jetzt sein Programm vorstellte. Über das Jahr verteilt sind mehrere Aktionen vorgesehen. So wird der Frühjahrsumtrunk am 15. Mai ab 11 Uhr im Vogellehrgehölz ein Essen- und Getränkeangebot mit Blick auf das Jahrzehnt der Gründung am 18.05.1973 bieten. Unter anderem wird es Schinken-Spargel-Röllchen, Käse-Igel, belegte Pumpernickel und eine Maibowle geben.

Dazu soll dezente Musik 70iger Jahre serviert werden.

Ein „Festgottesdienst Plus“ ist für den 1. Juli 2023 in der Ev. Kirche in Reichenbach mit thematischem Bezug zu Natur- und Umwelt vorgesehen. Anschließend gibt es Speisen und Getränke, serviert vom Rassegeflügelzuchtverein Reichenbach (RGZV) in dessen Vereinsheim im Höllacker. Pfarrer Jan Scheunemann bietet an, dort Bier zu brauen. Da nur eine begrenzte Anzahl an Teilnehmern möglich ist, werde wohl eine Anmeldung notwendig, so der Festausschuss.

Auch das traditionelle Grillfest (12./13.08.2023) soll ganz im Zeichen des Vereinsjubiläums stehen. Dazu werde die Band Lärmfeuer für samstags und Alleinunterhalter Peter Fischer für sonntags engagiert. Die Jugendgruppe des Vereins organisiert für Sonntag ein Unterhaltungsprogramm für Kinder.

Auch der Beitrag der Vogelschutzgruppe zum Kerwe-Umzug in Reichenbach am 27. August soll das Vereinsjubiläum als Motto aufgreifen. Eine Fußgruppe samt Motivwagen möchte mit entsprechenden Kostümen „Jung- und Altvögel“ darstellen.

Die jährlich Abschlusswanderung am 28. Dezember 2023 soll zu den Liegenschaften des Vereis führen. An verschiedenen Stationen werde mit typischen Getränken aus den letzten 50 Jahren an die Gründung der Vogelschutzgruppe Reichenbach erinnert. Ihren Abschluss findet die Tour im Vereinsheim des RGZV im Höllacker bei Bratwurst und diversen Getränken. Abschließende bedauert der Festausschuss, dass es im Jubiläumsjahr voraussichtlich keinen Tagesausflug geben werde, da man kein passendes Reiseunternehmen finden konnte.

 

Seit vielen Jahren ist das Grillfest der Reichenbacher Vogelschutzgruppe, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert, fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders in Reichenbach. Hier Aufnahmen vom Fest am Talweg im Jahre 2002.   Text/ Walter Koepff

Vogelstimmenwanderung am 23.04.2023

 

Viele Vögel belauscht

Früh um sieben Uhr trafen sich einige Mitglieder der Reichenbacher Vogelschutzgruppe am Marktplatz zur ersten sonntäglichen Vogelstimmenwanderung in diesem Jahr. Michael Schneider hatte einen gut dreistündigen Rundweg ausgesucht, der zunächst über die alte Reichenbacher Chaussée zum Parkplatz „Römersteine“ führte. Noch in der Bebauung in Reichenbach konnten verschiedene Vogelarten beobachtet oder gehört werden. Im Wald waren die gefiederten Freunde dankt der noch schwachen Belaubung mit dem bloßen Auge oder mit Fernglas gut in den Bäumen oder auf Steinen zu beobachten. Weiter ging die Tour über das Riesenschiff zum Gipfel des Felsberges, der in dichtem Nebel lag und es spürbar kühler wurde. Von dort führte der Weg bergab bis zum Borstein. Über den Fahrweg erreichte die Gruppe den Ausgangspunkt am Marktplatz. Dort danke Michael Schneider dem Gadernheimer Vogelfachmann und Vogelschutzbeauftragten der Gemeinde Lautertal, Werner Schmidt, der immer wieder beim Bestimmen der Vögel bzw. Vogelstimmen seine profunden Kenntnisse einbrachte. Rund 22 verschiedene Vogelarten konnten erkannt werden. Neben Meisen, Gartenrotschwanz und Mönchsgrasmücke waren noch Ringeltauben, Zilpzalp und Grünfinken zu hören oder zu sehen. An größeren Vögeln konnten Bussarde, Falken, Eichelhäher und Kolkraben gesichtet werden. Dazu gesellten sich ein Buchfink mit seinem Regenruf sowie Sumpfmeise, Zaunkönig, Baumläufer, Kleiber und Buntspecht, um nur einige zu nennen. Die nächste naturkundliche Wanderung ist für den 7. Mai vorgesehen. Text/koe

Jahreshauptversammlung am 03.03.2023

Viel Beifall für die Vogelschützer

Mehrfach Beifall gab es bei der Jahreshauptversammlung der Reichenbacher Vogelschutzgruppe in der Traube. Das lag nicht nur an dem positiven Jahresbericht des Ersten Vorsitzenden Jan-Niklas Gebauer, sondern auch an dem professionellen Lichtbildervortrag des Ortsbeauftragten für Vogelschutz, Bernd Reif, von der Einhäuser Vogelschutzgruppe. Einen Wermutstropfen gab es allerdings auch, Karlheinz Peter musste über einen deutlichen Rückgang bei den Schwalben berichten.

Einen zügigen Verlauf nahm der offizielle Teil der Versammlung, zu der besonders der Ehrenvorsitzende Dieter Oster und Ortsvorsteher Alfred Hogen begrüßt wurden. Nach dem Gedenken der verstorbenen Mitglieder Peter Jahn, Karl-Heinz Hochgenug, Lothar Pöselt und Gerhard Fehr rief Schriftführer Simon Schäfer durch Verlesen des Protokolls die letztjährige Hauptversammlung in Erinnerung. Dass man auch im abgelaufenen Vereinsjahr einige Herausforderungen zu meistern hatte, wusste der Erste Vorsitzende zu berichten. Alle habe man jedoch gut meistern können, was mit Beifall der Mitglieder bestätigt wurde. Trotz hoher Inflation sei der Verein finanziell gut aufgestellt. Dies sei den Mitgliedern, Spendern und ehrenamtlichen Helfern zu verdanken. Korona bedingt hätten leider erneut verschiedene Veranstaltungen ausfallen müssen, bedauerte Gehbauer. Allerdings habe man das traditionelle Grillfest wieder gefeiert, wenn auch nicht am Talweg, sondern mitten im Ort an Doras Café. Die neue Örtlichkeit habe einigen organisatorischen Aufwand bedeutet. Die Resonanz sei durchweg positiv gewesen. Der sogenannte gemütliche Umtrunk sei mittlerweile fester Bestandteil des Jahresprogramms.

Besonders erfreut zeigte sich der Vorsitzende über die Neugründung einer Jugendgruppe dank der Initiative einiger Vereinsmitglieder. Wie im Bergsträßer Anzeiger zu lesen gewesen sei, sei die Wiedereinführung der Jugendgruppe ein voller Erfolg geworden. Mittlerweile nähmen bei den angebotenen Veranstaltungen bis zu 20 Kinder teil, so dass die Betreuer alle Hände voll zu tun hätten. Auch diese Leistung wurde mit Applaus gewürdigt.

Gehbauer ging noch auf weitere Aktionen ein. So habe man die Vereinsarbeit im vergangenen Jahr in fünf Vorstandssitzungen geplant. Zur Pflege der Teichanlagen im Höllacker, im Hainzenwald und im Brandauer Klinger sowie für das Vogellehrgehölz, Festplatz am Talwegparkplatz und am Eulenturm seien etliche Arbeitsstunden aufgewendet worden. Nistkästenkontrollen und -reinigung erfolgten teilweisen mit der Jugendgruppe, ebenso das Herstellen und Befüllen von Futterrahmen. Für die Arbeiten seien 42 Helfer über 100 Stunden im Einsatz gewesen.

An geselligen Veranstaltungen waren, so der Vorsitzende, neben dem erfolgreichen Grillfest der Umtrunk im Lehrgehölz, ein gut besuchter Familienabend im Saal der Traube und die Jahresabschlusswanderung zum Weingut Götzinger in Zell durchgeführt worden. Leider abgesagt werden mussten die traditionellen naturkundlichen Rundgänge, die Vogelstimmenwanderungen und ein Tagesausflug sowie der geplante achttägige Vereinsausflug.

Die vorgesehene Sanierung des Teiches im Höllacker habe man, ergänzte Gehbauer, auf 2023 verschoben.

Abschließend dankte er allen Mitgliedern, Freunden und Gönnern für die geleisteten Arbeiten und Spenden. Ausgehend vom abgelaufenen Jahr blicke Gehbauer als Vorsitzender positiv in die Zukunft. Das anstehende 50-jährige Jubiläum werde im Rahmen des Grillfestes begangen. Mit einem Motiv-Wagen und einer Fußgruppe soll an der Reichenbacher Kerb darauf aufmerksam gemacht werden.

Über einen guten Kassenstand berichten konnte Rechnerin Mona Wörle, der für die Kassenprüfer Irmgard Koepff eine perfekte Kassenführung bescheinigte. Stefan Hahn, Lukas Külper und Ricardo Schorle werden im kommenden Jahr der Rechnerin auf die Finger schauen.

Über die Belegung der Nistkästen informierte Peter Essinger die Versammlung. Die Meisen seien seit Jahren die häufigsten Nutzer der Nisthilfen des Vereins, gefolgt von Kleiber und Trauerschnäpper. Sehr zahlreich (31-mal) seien die Nistkästen von Mäusen bewohnt gewesen. Auch Wespen und Hornissen hätten sich über das „Wohnungsangebot“ gefreut. Von den insgesamt 388 Nistkästen seien 92 leer, 27 verschwunden und einer sei defekt gewesen. Essinger dankte den Betreuern der Kästen für jährlichen Reinigungen und die ihm zugestellten Daten.

Sichtlich enttäuscht zeigte sich Karlheinz Peter über die von ihm beobachteten Schwalben und Mauersegler. Bei den 151 künstlichen Nestern seien nur 58 belegt und 93 leer gewesen. Von zehn natürlichen Nestern seien nur sechs genutzt gewesen. Rauchschwalben konnten in nur drei Nester gefunden werden. Mauersegler hätten die fünf in Reichenbach vorhandenen Kästen genutzt. Peter bedauerte, dass seine Aufrufe in der Presse, ihm weitere Mauerseglerbeobachtungen zu melden, nur von außerhalb Reichenbachs gefolgt worden sei.

Mit einem fotografischen Leckerbissen fand die Mitgliederversammlung ihren krönenden Abschluss. Bernd Reif, von der Einhäuser Vogelschutzgruppe hatte eine große Anzahl an Aufnahmen aus der Extremadura, einem der letzten Naturparadiese im Südwesten Spaniens, mitgebracht. Von Insekten über Eidechsen. Schlangen, Reptilien bis hin zum Rotwild, Steinbock und Luchs hatte er alles vor der Kamera. Den breitesten Raum nahm jedoch die Vogelwelt ein. Um derart großartige Aufnahmen zu machen, bedarf es schon eines enormen Aufwandes und vor allem Geduld. In den letzten 35 Jahren habe er rund 350 Stunden im Tarnzelt verbracht, um die Vögel aufzunehmen. Allein wegen eines Steinadlers musste er zwölf Stunden in seinem Versteck verbringen. Dabei konnte er auch mal erleben, wie Mönchsgeier innerhalb von 30 Minuten ein totes Lamm „beseitigten“. Ein beeindruckender Vogel war die Großtrappe, die es als größter flugfähiger Vogel immerhin auf 20 Kilogramm Gewicht bringe. Weitere Aufnahmen zeigten Habichtsadler, den Gleitaar, den Kaiseradler und Kraniche, um nur einige zu nennen. Langanhaltenden Beifall zollten die Reichenbacher Vogelschützer dem Vogelfreund aus Einhausen. Text Walter Koepff

 

 

 

 

 

 

 

Hallo nachfolgend ein Vogelstimmen-Trainer

 

http://www.deutsche-vogelstimmen.de/

 

 

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Am Erlengrund 4
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Kurzmeldungen:

Nistkästen reinigen im Brandauer-Klinger am 25.02.24 um 9.00 Uhr Treffpunkt Feuerwehr Reichenbach.

 

Der Vorstand

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